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Parkhaus auf dem August-Bebel-Platz

Die Bebauung des August-Bebel-Platzes ist ein umstrittenes und viel diskutiertes Thema.

Seit vielen Jahren ist der Platz am Ende der Töpferstraße in seinem vorgefundenen Zustand ein viel diskutiertes Thema in der Stadt. Er wird im Wesentlichen durch Jahrmärkte, Zirkus, Großveranstaltungen und als Parkfläche genutzt. Inzwischen haben sich parallel dazu die historischen Plätze  wie Theater, Altstadt, Markt und Gehege als kaum wegzudenkende Veranstaltungsplätze etabliert. Mit der aktuellen Parkhausdiskussion bietet sich die Chance, dem “Bebelplatz” einer konzentrierteren Nutzung zuzuführen und ihm ein neues Gesicht zu geben.

Ausgangspunkt für die Machbarkeitsstudie war es, die bestehende Nutzung des Platzes neu zu ordnen und durch den Bau eines Parkhauses die Qualität des Gesamtareals zu heben.

Die bisherige Nutzung sollte grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden. Ziel ist es, den Eigenbedarf an Stellplätzen für die SWG-Wohnungen  in der Innenstadt sicherzustellen.

Die Stadt Nordhausen zeichnet aus, dass sie im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe über einen sehr hohen Anteil an Wohnungen in der Innenstadt verfügt. Das ist eine gute Voraussetzung  für die Wirtschaftskraft einer Innenstadt, die nicht nur regional, sondern auch überregional wirken kann. Mit diesem hohen Wohnanteil ist eine große Nachfrage an Stellplätzen verbunden.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen sowie die häufigsten Fragen und Antworten zusammengetragen. Sollten Sie weitere Fragen haben, so können Sie über das Formular (unter den Fragen und Antworten) Ihre Argumente und weitere Fragen an uns heran tragen.

Pressemitteilungen

16.06.2020| SWG stellt Parkhaus-Pläne für Nordhäuser Bebel-Platz vor

Die SWG will in der Nordhäuser Innenstadt weitere Mieterparkplätze schaffen: Das Wohnungsbauunternehmen plant deshalb auf dem August-Bebel-Platz in Nordhausen den Bau eines Parkhauses mit 186 Stellplätzen....

Lage & Flächenverhältnisse

Projektbeschreibung

Die SWG will in der Nordhäuser Innenstadt weitere Mieterparkplätze schaffen: Wir planen deshalb auf dem August-Bebel-Platz den Bau eines modernen Parkhauses mit 186 Stellplätzen auf knapp 1600 Quadratmetern und drei Etagen.

Als möglicher Standort ist das nordwestliche Areal des knapp 9000 Quadratmeter großen Platzes vorgesehen. Der Standort so nah wie möglich an der Kützingstraße würde für die breitdimensionierte Töpferstraße einen schönen Endpunkt bilden und das Areal neu ordnen.

Das Parkhaus bietet für Nordhausen also gleich mehrere Chancen: Zum einen kann es dem August-Bebel-Platz ein neues Gesicht geben, zum anderen schaffen wir feste Mieterparkplätze in der Innenstadt.

Wir laden Sie ein, mit uns zu dem Vorhaben in den Austausch zu gehen, um eine gute Lösung für Nordhausen zu finden. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige zu unserem Vorhaben. Sie ist aber auch als Plattform gedacht, auf der Sie Ihre Fragen zum Projekt an uns stellen können.

Projektverlauf

Entscheidung zur Erweiterung des Theaters

Die Entscheidung zur Erweiterung des Theaters und der damit einhergehende Wegfall von Stellplätzen der Sparkasse, führte zu einem höheren Eigenbedarf an Stellplätzen in der Tiefgarage am Kornmarkt für die Sparkasse und infolge zu einem neuen Bedarf an Anwohnerparkplätzen für die Innenstadt.

2018

Suche nach neuen Stellflächen

Gesellschafter und Aufsichtsrat einigen sich mit der SWG mbH Nordhausen darauf, dass die SWG die Möglichkeiten neuer Stellplätze in der Stadt prüft.

2018

Parkhausentwurf Weberstraße

Erarbeitung eines Planungsentwurfes mit mehreren Gründungsvarianten unter Berücksichtigung der Aufgabenstellung im Parkhaus auf zwei Ebenenen mit insgesamt 104 Stellplätzen.

Diskussion der Planungsentwürfe in der Öffentlichkeit.

Erarbeitung einer Kostenberechnung.

2019

Standortwechsel

Diese Parkhausvariante wäre durch deutlich gestiegene Gründungskosten in Kombination mit der sehr engen Bebauung in der Weberstraße zwischen Kino und den Wohnscheiben nicht mehr rentabel gewesen. Die Kosten für die Gebäudegründung wären so teuer geworden, dass wir zwischen 26 000 und 28 000 Euro pro Stellplatz hätten aufwenden müssen. Diese immensen Kosten können und wollen wir nicht auf die Stellplatzmieter umlegen.

2020

Vorstellung der Machbarkeitsstudie - Parkhaus August-Bebel-Platz

Vorstellung der Machbarkeitsstudie Parkhaus August-Bebel-Platz im Stadtentwicklungsausschuss.

Download Machbarkeitsstudie 2020

Öffentliche Diskussion

Beginn einer öffentlichen Diskussion.

2020

Historie August-Bebel-Platz

Ansicht von Süd-West um 1900
Ansicht von Nord mit Jahrmarkt

An der Stelle des heutigen August-Bebel-Platzes befand sich einst der Töpferteich. Hier wurde Lehm gewonnen, der zum Hausbau und auch in der Töpferei verwendet wurde. Der Teich war etwa 110 Meter lang und 75 Meter breit. Da das Gewässer immer mehr verschlammte und von ihm eine Geruchsbelästigung ausging, begann man um 1875 mit der Auffüllung des Areals. Im Jahr 1890 begann man mit dem Anlegen des „Neumarktes“; diese Bezeichnung wurde gewählt, da sich der „alte“ Markt am Rathaus befand. Das Gebiet wurde planiert und rundherum Bäume gepflanzt. In dieser Zeit wurde beschlossen, dass auf dem Platz Jahrmärkte veranstaltet werden dürfen.

Zwischen 1872 und 1904 erfolgte die Bebauung des Platzes mit Bürgerhäusern, die heute auf der Ostseite noch vorhanden sind. Neben Wohnhäusern – der Neumarkt galt als gute Wohngegend der gehobenen Mittelschicht – befanden sich hier auch Gasthäuser und Handwerksfirmen. Durch die verheerende Bombardierung von Nordhausen wurde die gesamte Südseite sowie Teile der nördlichen Bebauung des Platzes zerstört und Anfang der 1950er Jahre mit Wohnbauten wieder errichtet. Nach dem Krieg wurde der Platz nach August Bebel benannt.

1978 wurde die Arbeiterwohnunterkunft (AWU) mit 115 Wohnungen  eingeweiht, in dem Gebäude befinden sich heute betreutes Wohnen und im Anbau die Rolandstube. Der August-Bebel-Platz wurde 2000 saniert und im südlichen Bereich wurden befestigte Parkplätze geschaffen. Seit August 2016 ist das Parken gebührenpflichtig.

Grundrisse & Schnitte

Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation

Wir werden in den nächsten Monaten über unterschiedliche Mittel mit Ihnen kommunizieren.

 

  • Internetseite

    Auf dieser Internetseite sollen alle Informationen gebündelt zur Verfügung stehen.

  • Telefon und E-Mail

    Sie können uns wie bei allen anderen Projekten auch via Telefon und E-Mail kontaktieren.

  • Informationen vor Ort

    Auch vor Ort werden wir Ihnen Informationen zur Verfügung stellen.

  • Informationsveranstaltungen

    In kürze werden die Termine für die Informationsveranstaltungen bekannt gegeben.

Häugig gestellte Fragen

Wir haben in Nordhausen eine hohe Dichte an Wohnungen in der Innenstadt. Entsprechend hoch ist auch die Nachfrage nach Mieterparkplätzen in der City. Momentan ist die Nachfrage deutlich höher, als wir Stellplätze zur Verfügung haben: Wir können 60 Mieteranfragen nicht bedienen. 

Hinzu kommt erschwerend: 104 unserer Mieterparkplätze fallen zusätzlich in der Tiefgarage unter der Sparkasse weg. Das Geldhaus hat Eigenbedarf angemeldet, nachdem seine Parkplätze mit dem umfangreichen Theaterumbau weggefallen sind.

Der Bebelplatz bietet genügend Raum mitten in der Innenstadt. Er liegt zentral und ist verkehrstechnisch gut zu erschließen. Mit dem Parkhaus auf dem Bebelplatz  wollen wir unseren Mietern eine Dauerlösung bieten: Denn gerade bei Veranstaltungen auf dem Bebelplatz finden Anwohner dort oft keinen Parkplatz mehr. Gleiches gilt, wenn der Bebelplatz wegen größerer Veranstaltungen auf dem Petersberg oder in der Innenstadt stark frequentiert wird. 

Das Parkhaus soll in seiner Grundfläche knapp 1600 Quadratmeter groß werden. Geparkt werden soll auf drei Etagen und auf insgesamt sechs Parkebenen in Split-Level-Anordnung. Split-Level bedeutet, dass die Ebenen gegeneinander um eine halbe Geschosshöhe versetzt sind: Der Fußboden eines Geschosses liegt auf der Hälfte des anderen Geschosses. Dadurch wird das Haus sogar flacher als die umliegenden Wohnhäuser. Mit den Zufahrten werden rund 2900 Quadratmeter Grundstücksfläche für das Bauvorhaben benötigt.

186 Stellplätze in einer Breite von 2,50 Meter. Da das Parkhaus über sechs Parkebenen verfügen wird, können auf der Fläche dann deutlich mehr Autos parken, als es jetzt der Fall ist.

Das Parkhaus soll  48 mal 32 Meter groß und maximal 10,50 Meter hoch werden. Die Fassade soll aus Aluminiumlamellen bestehen. Das Gebäude fügt sich in die vorhandene Platzgestaltung und umgebende Bebauung ein und bildet besonders zu der westlichen Bebauung am Taschenberg ein räumliches Pendant. Die Dachfläche bietet beste Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage, die das Haus und die E-Ladesäulen mit Strom versorgen soll. 

Wir präferieren als Standort für das Parkhaus das nordwestlichste Areal des Platzes. Der Standort ist so nah wie möglich an der Kützingstraße gewählt und würde einen architektonischen Endpunkt für die breitdimensionierte Töpferstraße bilden. Schon zu DDR-Zeiten war der Bebelplatz dort bebaut – mit Reformhaus und den Jugendmoden.

Die direkte Zufahrt zum Parkhaus erfolgt über die Förstemannstraße/August Bebel-Platz an der Südseite des Platzes.

Diese Parkhausvariante wäre durch deutlich gestiegene Gründungskosten in Kombination mit der sehr engen Bebauung in der Weberstraße zwischen Kino und den Wohnscheiben nicht mehr rentabel gewesen. Die Kosten für die Gebäudegründung wären so teuer geworden, dass wir zwischen 26 000 und 28 000 Euro pro Stellplatz hätten aufwenden müssen. Diese immensen Kosten können und wollen wir nicht auf die Stellplatzmieter umlegen. Aufgrund der engen Bauverhältnisse hätten wir an dem Standort lediglich 104 Stellplätze errichten können. Der August-Bebel-Platz bietet deutlich mehr Platz, so dass wir über mehr Stellplätze die Kosten für das Gesamtprojekt rentabel halten können. 

Die Studie war der erste wichtige Schritt. Sie sollte klären, ob ein Parkhaus auf dem Bebelplatz machbar ist und ob sich an diesem Standort wirtschaftlich bauen lässt, im Hinblick auf unseren Bedarf an Mieterparkplätzen.

Vorrangig soll das Parkhaus den Bedarf an Mieterstellplätzen in der Innenstadt decken. Über ein modernes Parkhaussystem gäbe es aber durchaus die Möglichkeit, einen Teil der Stellplätze auch frei zu vermieten. Das könnte sehr flexibel gehandhabt werden und an den Bedarf angepasst werden.

Der Baugrund auf dem Bebelplatz, ist wie in der gesamten Nordhäuser Innenstadt auch, schlecht. Dies ist in dem Fall durch die Historie als Teich mit späterer Verfüllung begründet. Eine Tiefgarage würde daher einen deutlich höheren Aufwand für die Gründung bedeuten, was wiederum die Kosten deutlich steigern würde. Aufgrund dieser Ergebnisse des Baugrundgutachtens haben wir diese Variante nicht in Betracht gezogen.

Eine Mehrfachnutzung soll weiterhin möglich sein:  Auf der übrigen, etwa 5800 Quadratmeter großen Fläche soll auch weiter geparkt werden können. Entscheiden kann dies aber nur die Stadt Nordhausen als Eigentümerin der Fläche. Auch Veranstaltungen, wie Jahrmarkt oder Zirkus sind aus unserer Sicht weiterhin durchführbar. Zudem bietet das Parkhaus weitere Möglichkeiten für Veranstaltungen, beispielsweise ein Autokino mitten in der Stadt.

Eine Kostenschätzung für ein voll funktionsfähiges offenes Parkhaus liegt bei rund 2,3 Millionen Euro, zuzüglich Kosten für die Fassade zwischen 150.000 Euro und 450.000 Euro. Legen wir eine Fassadensumme von 300.000 Euro zu Grunde, belaufen sich die Kosten pro Stellplatz auf rund 14.344 Euro. 

Im Rahmen der Außenanlagengestaltung werden nur minimale Eingriffe in die vorhandene Platzsituation vorgenommen. Entwurfsziel ist, die vorhandene Platzgestaltung in ihrer Kubatur, sowie die vorhandenen Wegebeziehungen, Pflanzungen und Parkanlagen weitestgehend zu erhalten. Ob und wie der übrige Platz genutzt und gestaltet wird,  entscheidet die Stadt Nordhausen, beziehungsweise die Stadtplanungsabteilung. 

Darüber muss die Stadt Nordhausen als Flächeneigentümerin entscheiden.

Aber wir würden eine dahingehende Debatte begrüßen. Die jetzige Oberflächenstruktur des Platzes ist schlecht: Im Sommer staubt es, bei Regen bilden sich große Pfützen. Bei einer Nutzung als Veranstaltungsplatz  ist die Oberflächenstruktur nicht beliebig veränderbar. Die großen Fahrgestelle brauchen einen stabilen Untergrund und eine flexible Oberfläche für die Bodenverankerungen.  Daher ist eine Debatte über die zukünftige Nutzung des Platzes angebracht.

Frage für FAQ Parkhaus August-Bebel-Platz
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Download der Machbarkeitsstudie

Interessentenabfrage

Schon vor der Diskussion zu den Plänen eines neuen Parkhauses in der Innenstadt lagen uns ca. 60 Anträge auf einen Stellplatz vor, die wir gegenwärtig nicht bedienen können.

Wir wollen mit dieser Interessentenabfrage den tatsächlichen Bedarf an innerstädtischen Stellplätzen feststellen. Ob wir Ihre Anfrage bedienen können, entscheidet sich erst, wenn die SWG den Auftrag zum Bau eines neuen Parkhauses in der Innenstadt von der Stadt Nordhausen bekommt.

Wir kommen zu gegebener Zeit auf Ihre Anfrage zurück.

Anfrage Stellplatz August-Bebel-Platz
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Visualisierung aus Machbarkeitsstudie